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Wirtschaft und Struktur

Wirtschaft und Infrastruktur

Schon im 16. Jahrhundert war Husum eine wichtige Stadt für Herzog Adolf. Von hier aus betrieb er Handel mit den Niederlanden und war zudem an den Eindeichungen an der Nordseeküste interessiert.

Husum ist als Kreisstadt das wirtschaftliche Zentrum Nordfrieslands. Husum ist Mittelzentrum für die Westküste Schleswig-Holsteins mit entsprechenden Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen. Im historischen Stadtzentrum mit Marktplatz und Marienkirche sowie im Gewerbegebiet ist der Handel- und Dienstleistungssektor vorherrschend. Auf dem Marktplatz findet jeden Donnerstag einer der größten Wochenmärkte Schleswig-Holsteins statt.

Zwei Hersteller von Windkraftanlagen (Vestas und RePower Systems) haben große Produktionsstandorte in Husum aufgebaut (Hafen und Gewerbegebiet). Weiterhin sind im Gewerbegebiet einige Stahl- und Maschinenbaubetriebe angesiedelt.

Bereits 1912 wurde im Bereich des heutigen Außenhafens die erste Versuchsanlage eines Flut- bzw. Gezeitenkraftwerks vom Hamburger Zivilingenieur Emil Pein gebaut. Wegen Beschädigungen durch Sturmfluten, der auch für damalige Verhältnisse geringen Kapazität von fünf Kilowatt und des vergleichsweise geringen Tidenhubs von ca. 3 Metern wurden seine Pläne für ein größeres Kraftwerk in der Nordstrander Bucht niemals umgesetzt und gerieten mit Beginn des Ersten Weltkriegs endgültig in Vergessenheit.

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